akupunktur

eine akupunkturbehandlung kann schmerzlindernd, entspannend und immunmodulierend wirken, die selbstheilungskräfte des körpers können gestärkt und das Wohlbefinden gesteigert weden.

ein sehr altes heilverfahren, das durch das nadeln spezifischer punkte die selbstheilungskräfte im körper aktiviert.
die akupunktur ist teil der traditionellen chinesischen medizin, mit der seit mehr als 2000 jahren viele Krankheiten erfolgreich behandelt werden konnten.
nach der traditionellen chinesischen medizin ist das qi grundlage jeglicher substanz. es sammelt sich im menschlichen körper in den organen und zirkuliert in einem energetischen netzwerk aus kanälen oder leitbahnen.
nach vorstellung der traditionellen chinesischen Medizin beeinflussen sich psychische und körperliche vorgänge wechselseitig. gesundheit kann nur gegeben sein, wenn die lebensenergie ausgewogen vorhanden ist und somit ungehindert fließen und sich austauschen kann. krankheit ist demnach eine behinderung des energieflusses, die durch verschiedene faktoren verursacht werden kann.

einige bewährte indikationen:

neurologische und orthopädische erkrankungen:

• rückenschmerzen
• nackenschmerzen
• bewegungseinschränkungen
• neuralgien (nervenschmerzen),
• schulter-arm-syndrom
• migräne
• kopfschmerzen

atemwegserkrankungen:
• bronchitis
• nasennebenhöhlenentzündungen
• erkältungen

allergien:
• heuschnupfen
• asthma ( nicht während der akutphase )

weitere beschwerden:
• stress
• unruhe
• schlaflosigkeit
• erschöpfung
• müdigkeit
• nikotinabhängigkeit
• gewichtsreduktion
• bluthochdruck
• klimakterische Beschwerden
• zyklusunregelmäßigkeiten.

die von der weltgesundheitsorganisation-WHO-veröffentlichen und anerkannten Indikationen für akupunktur umfassen 41 erkrankungen. in china wird aber mit akupunktur bei mehr als 100 krankheiten oder beschwerden behandelt.


wirkungsweise:
eine mögliche erklärung der wirkungsweise der akupunktur ist:
die Akupunktur wirkt wird auf das zentrale und periphere nervensystem. unser zentrales Nervensystem besteht aus dem gehirn und dem rückenmark. zentral stimuliert die akupunktur durch die verursachten läsionen teile des gehirns, die die grundlegenden überlebenssysteme aktivieren.
es werden nervenwurzeln stimuliert und impulse an das rückenmark weitergeleitet. durch freisetzung bestimmter substanzen z. B. enkephalin oder dynorphin wird die schmerzübertragung reduziert bzw. verhindert. an der wirkung sind unter anderem endorphine (körpereigene opiate) beteiligt. sie spielen eine wichtige rolle bei der schmerzlinderung . das periphere nervensystem ist eine erweiterung des zentralen zervensystems, alle nervenstrukturen außerhalb des gehirns und rückenmarks gehören hierzu. nervenfasern des peripheren nervensystems sind über alle bereiche unseres körpers verteilt.
peripher lösen die nadelung und die resultierenden mikroverletzungen rund um die einstichstelle physiologische reaktionen aus. an der einstichstelle wird eine kaskade von „überlebensreaktionen“, einschließlich der immunreaktion ausgelöst. dies wird auch als lokale reaktion auf die nadelung umschrieben.
die akupunktur behandelt nicht irgendein symptom, sondert normalisiert im organismus das physiologische gleichgewicht des inneren milieus und stärkt die selbstheilungskräfte. es wird also der körper als ganzes behandelt.

um bei schmerzen gezielt zu therapieren, ist die akupunktur ein wichtiges hilfsmittel.

überlegungen zum schmerz:
schmerzen können sich auf unterschiedliche art und weise ausdrücken, sämtliche körperteile betreffen und in mitleidenschaft ziehen.
fast jeder mensch leidet im laufe seines lebens unter schmerzen oder hat darunter gelitten. schmerzen stellen eine unangenehme erfahrung dar, die mit tatsächlicher oder möglicher gewebeschädigung verbunden ist. als ursache kommen körperliche funktionseinbußen, z. b. verletzungen, operationen, degenerationen usw. in betracht. aber auch emotionale spannungen können zu schmerzen führen. schmerz schränkt den handlungsspielraum im täglichen leben ein. beim schmerz handelt es sich um eine natürliche reaktion des körpers, er wirkt als warnsignal um weitere schwerwiegende schäden zu vermeiden.
akute schmerzen sind in der regel durch ihr plötzliches auftreten charakterisiert, chronische eher durch einen schleichenden prozess. akute schmerzen klingen in der regel mit dem heilungsprozess ab. chronische schmerzen sind unter anderen aspekten zu betrachten, sie können angst auslösen, da sie den heilungsprozess überdauern.
schmerzen, besonders chronische schmerzen beeinträchtigen das tägliche leben und die körperlichen aktivitäten. sie führen oft zu einer abnahme der lebensqualiät!

kombinieren lässt sich die akupunktur sehr gut mit wärme. man verwendet dazu ein moxakraut. durch das langsame abbrennen des moxakrautes wird die wirkung der akupunkturnadel unterstützt und verstärkt.

akupunktur ist sanft:
• nebenwirkungen treten selten auf.
• in seltenen fällen kann es zu kreislaufreaktionen kommen.
• es werden nur einmalnadeln verwendet.
• manche Patienten spüren ein dumpfes bis ziehendes gefühl,
eine Wärmeempfindung oder ein Kribbeln und Ziehen.
• diese empfindung nennen die chinesen das „ de-qi-gefühl“.

nach erhebung der krankengeschichte werden die akupunkturpunkte bestimmt.
sie können sich im bereich der erkrankten körperregion befinden, oder auch weiter entfernt vom krankheitsgeschehen, z.B. an den armen oder an den beinen.
außerdem können lokale bereiche ausgewählt werden.
während der behandlung liegt der patient entspannt auf einer liege oder sitzt in einer bequemen position.